Kirche und Geld – Erwirb, spar und gib so viel du kannst…
Jeder Besitz ist eine von Gott anvertraute Gabe. Zugleich verbindet sich damit die Aufgabe, diesen sinnvoll einzusetzen.
So beschrieb einst unser Kirchenvater, John Wesley (1703-1791), den Umgang mit Geld.
Jede Gemeinschaft, jeder Verein, auch jede Kirche muss sich Gedanken darüber machen, wie die mit der jeweiligen Zielsetzung verbundenen Aufgaben finanziert werden können. In Deutschland hat die Evangelisch-methodistische Kirche die Rechtsform einer Körperschaft öffentlichen Rechts. Das berechtigt sie unter anderem dazu, den Staat um den Einzug der Kirchensteuer von den eigenen Kirchengliedern zu bitten. Allerdings verzichtet die Evangelisch-methodistische Kirche ganz bewusst auf dieses ihr zustehende Recht. Bei der Aufnahme in die Kirche verpflichten sich die Kirchenglieder, ihre Gemeinde und die Kirche mit regelmäßigen Gaben zu fördern. Üblicherweise geschieht dies durch einen monatlichen Beitrag. Die Höhe dieses Beitrags kann nach eigenem Ermessen festgelegt werden.
Die Gemeindeglieder werden regelmäßig und transparent über die Einnahmen und Ausgaben des örtlichen Gemeindebetriebes informiert. So kann jedes Gemeindeglied für sich entscheiden, welchen Anteil an den monatlichen/jährlichen Kosten es nach ihren Möglichkeiten aufbringen kann.
Verantwortung ist die Leitlinie
Wichtiges Kennzeichen erlösten Lebens war für John Wesley die Unabhängigkeit von materiellem und finanziellem Besitz. Gleichzeitig wusste er es zu schätzen, wenn Menschen mit ihrem Besitz verantwortlich und großzügig umgehen und damit das Werk Gottes unterstützen und die Not von Menschen lindern helfen. Also: Ohne Berührungsängste die Chancen und Möglichkeiten von Besitz und Geld erkennen und wahrnehmen und verantwortungsbewusst und großzügig damit umgehen. Eine Leitlinie, die auch heute noch aktuell ist und eine geistliche Perspektive vermittelt.